Zwar hat der italienische Fußball zweifelsohne schon bessere Zeiten gesehen, dennoch eilt der Squadra Azzurra noch immer ihr großer Name voraus. Auch bei der Endrunde im Sommer 2012 erwarten die Tifosi daher nicht weniger als den Titel von ihrer Elf – und mit etwas Glück und einem guten Lauf könnte in Polen und der Ukraine tatsächlich der ganz große Wurf möglich sein.
Schließlich haben die Italiener ihre Haut in der Vergangenheit fast immer teuer zu Markte getragen. Auch wenn die Weltmeisterschaft in Südafrika da eine unrühmliche Ausnahme machte, sollten die damals aufgerissenen Wunden inzwischen längst verschlossen sein. In der EM-Qualifikation wurde der viermalige Weltmeister seiner Favoritenstellung jedenfalls mühelos gerecht – der hierzulande eher unbekannte Cesare Prandelli hat seine Jungs in die Erfolgsspur zurückgeführt.
Waren die Italiener im Sommer 2010 noch überraschend in der Vorrunde gescheitert, hat Italien bei der Europameisterschaft nun eine durchaus lösbare Aufgabe erwischt. Zwar könnten sich die favorisierten Spanier im Eröffnungsspiel leicht als zu stark erweisen, doch sollten anschließend gegen Kroatien und Irland die erforderlichen Punkte eingefahren werden. Immerhin handelt es sich traditionell auch bei den Italienern um eine echte Turniermannschaft, die im Verlauf des Wettbewerbs immer besser zueinander finden wird.
Auch mit ihren EM-Trikots knüpfen die Italiener offensichtlich an ihre ruhmreiche Vergangenheit an: In ihren typischen blauen Shirts macht sich das Team zu neuen Heldentaten auf den Weg. Hatten die Trikots schon in der Vergangenheit manchen Duellanten vor Ehrfurcht erstarren lassen, ist dieses nun gewiss erneut für die eine oder andere Sternstunde gut: Es dürfte in jeden Falle für jede Nation eine unangenehme Aufgabe sein, sich mit dieser Mannschaft auseinandersetzen.
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Dez.28,2011